Aus für Sabine Lisicki bei den Australien Open: Die Deutsche unterliegt im Achtelfinale in Melbourne ihrer Gegnerin Maria Sharapova in drei Sätzen. Ganze sechs Breakchancen ließ die 22-Jährige gegen die Weltranglisten-Vierte liegen und scheidet somit mit 6:3, 2:6, 3:6 aus dem prestigeträchtigen Grand-Slam-Turnier aus. Es war die dritte Niederlage für die Deutsche im dritten Spiel gegen die Russin. Damit bestätigten sich letztlich auch die Quoten der live Sportwetten, die Sharapova als Siegerin gehandelt hatten.
Schon die Anfangsphase verlief für Lisicki mehr schlecht als recht. Sie verschlief die ersten acht Minuten nahezu komplett und lag schnell mit dem Doppelbreak 0:3 zurück. Doch das Blatt sollte sich in diesem Satz zu Gunsten der Deutschen wenden, wobei das Spiel dem von Tennis News umjubelten Wimbledon-Halbfinale vom Vorjahr, in dem beide Spielerinnen aufeinander trafen, stark ähnelte. Damals ging allerdings die Deutsche mit 3:0 in Führung.
Diesmal jedoch kämpfte sich Lisicki zurück und zog kurze Zeit später gleich auf 3:3. Vor allem das variantenreiche Spiel der Deutschen setzte Sharapova immer wieder unter Druck, die nach einem vergebenen Breakball sogar mit 3:4 zurück lag. Der Druck auf Sharapova war nun extrem groß. Sie leistete sich drei Doppelfehler, wodurch Lisicki schnell das Break zur 5:3-Führung gewann.
Doch die Deutsche schaffte es nicht, ihre starke Leistung auch in den nächsten Satz mitzunehmen und ließ so einen Breakball ungenutzt, wodurch sie zunehmend in die Defensive kam. Sharapova sammelte sich wieder und erreichte das 3:1. Die Deutsche hatte zwar immer wieder Chancen zum Break, doch konnte sie diese nicht gewinnen, wodurch ihre Konkurrentin auf 5:2 davonzog und ihr zum Satzausgleich ein weiteres Mal den Aufschlag abnahm.
Im dritten Satz war schließlich schnell klar, dass Lisicki den Kürzeren ziehen wird, als sie insgesamt fünf Breakchancen vergab. Auf der anderen Seite zeigte sich Sharapova von ihrer besten Seite und vermied den Aufschlagverlust mit risikoreichen Aufschlägen. So gelang der Russin das Break zum 4:2. Lisicki konnte die drohende Niederlage zwar noch hinauszögern, indem sie einen Matchball in ihrem Aufschlagspiel abwehrte, doch letztlich reichte es nach erneutem Liegenlassen eines Breaks nicht mehr.
Letztlich gewann Sharapova das Match verdient und zieht dadurch ins Viertelfinale ein. Sollte die Russin das Turnier gewinnen, dann würde sie den ersten Platz in der Weltrangliste einnehmen.