Bayern Sportdirektor Christian Nerlinger zeigte sich vor den ersten Spielen der Rückrunde erfreut über Arjen Robbens Bekenntnis zum FC Bayern. Nachdem alle anderen wichtige Leistungsträger beim deutschen Rekordmeister wie Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm oder Franck Ribery bereits mit langfristigen Verträgen an den Verein gebunden wurden, steht nun auch einer Vertragsverlängerung Arjen Robbens nichts mehr im Weg.

Der niederländische Nationalspieler schwärmte jüngst im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ über „die ganze Mannschaft, die sehr jung ist und noch viel erreichen kann.“ Daher sei die Einigung nur noch „eine Formalie, es sei denn, sie halbieren mein Gehalt“, so der 28-Jährige. Lediglich beim Champions League-Sieger Barcelona könnte Robben schwach werden, doch ansonsten gehöre der FC Bayern „zu den besten in der Welt.“

Nerlinger dürfte sicher zufrieden sein mit der aktuellen Lage der Münchner - trotz der Eskapaden um Sorgenkind Breno. Entsprechend selbstsicher gehen die Bayern in die Partie zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach. Gegenüber „Sport1“ sagte Nerlinger: „Das wird eine sehr schwere Partie, da erwartet uns gleich eine unangenehme Aufgabe gegen eine leidenschaftliche und taktisch gut eingespielte Mannschaft.“ Die Vorbereitung sei okay gewesen. „Aber ob sie gut oder schlecht war, zeigt sich erst am ersten Spieltag der Rückrunde.“ Das sei der Gradmesser.

Dabei dürfte klar sein, dass die Bayern nach eigenem Selbstverständnis nur mit der Meisterschaft, für die sie in den Wetten als klarer Favorit gehandelt werden, zufrieden sein werden. „Wir müssen unser Potenzial abrufen und vom Verletzungspech verschont bleiben, dann haben wir gute Aussichten.“ Dennoch sei die Meisterschaft kein Selbstläufer. Am Ende zähle jedoch – unabhängig von der Champions League – nur die Schale: „Nach der letzten Saison ohne Titel müssen wir dieses Jahr wieder die Meisterschaft nach München holen. Das ist unser primäres Ziel und sicher der wichtigste Auftrag der Mannschaft.“

Als größten Konkurrenten in der 1. Bundesliga sieht Nerlinger den amtierenden Meister Borussia Dortmund: „Der BVB hat eine schlagkräftige Mannschaft zusammen, dort wurde in den letzten Jahren gut gearbeitet. Ich denke, das ist unser erster Rivale im Kampf um den Titel.“ Trotz des Lobes konnte sich der Bayern-Manager aber einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: „Das Understatement aus Dortmund nehmen wir zwar wahr, aber nicht ernst.“