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Alt 31.01.2008, 20:17   #12 (permalink)
madmax
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Standard Nachgerüstet: 46 Spieler für 42,87 Millionen Euro

Der brasilianische Neuzugang Breno soll die Bayern-Abwehr stärken.

Der Transfermarkt ist in der Winterpause der Fußball-Bundesliga noch einmal so kräftig in Bewegung gekommen wie nie zuvor. Die 18 Eliteclub rüsteten ihre Kader kräftig nach.


Wie eine Erhebung der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab, verpflichteten die Vereine in der endenden zweiten Transferperiode 49 Spieler für 47,87 Millionen Euro. Dem stehen Einnahmen von lediglich 15,42 Millionen Euro für 40 abgegebene entgegen. Unter Einbeziehung der Ausgaben von knapp 195 Millionen Euro bis zum 31. August 2007 stiegen die Gesamt-Investitionen für die 45. Saison auf den Rekordwert von 242,25 Millionen Euro.


Damit setzte sich der seit gut drei Jahren zu beobachtenden Trend zu vermehrtem Kapitalfluss weiter fort. Die Schere von reichen und armen Vereinen geht aber noch weiter auseinander. Denn die meisten Clubs im Oberhaus setzen entweder auf ablösefreie Spieler, preiswerte «Schnäppchen» oder günstige Leihgeschäfte.


Branchenprimus bleibt in jeder Hinsicht Bayern München. Schon vor dem Anpfiff der laufenden Spielzeit war bei Manager Uli Hoeneß das Jagdfieber ausgebrochen. Zu den 72,2 Millionen Euro kamen in der Winterpause weitere 12,0 Millionen für das brasilianische Abwehrtalent Breno hinzu. Somit führt der Rekordmeister, der Valerién Ismael (Hannover 96) und Mats Hummels (Borussia Dortmund) ziehen ließ, auch in der zweiten Transferperiode die Rangliste bei den Ausgaben an. Kräftig auf Einkaufstour gingen auch Hertha BSC (7,8 Millionen Euro), Eintracht Frankfurt (7,6) und der FC Schalke 04 (6,5).


Der Tabellen-Zweite Werder Bremen hielt sich lange zurück, angelte sich aber wenige Stunden vor Transferschluss noch das in Schalke in Ungnade gefallene Mittelfeldtalent Mesut Özil für angeblich rund fünf Millionen Euro. «Das war eine außergewöhnliche Gelegenheit, mit Mesut Özil einen 19-jährigen deutschen U 21-Nationalspieler unter Vertrag zu nehmen, der mit seinen technischen Fähigkeiten und seiner Schnelligkeit großes Potenzial für die Zukunft besitzt», sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs. Özil erhielt einen Vertrag bis 2011. Leon Andreasen verließ die Bremer für 3,8 Millionen Euro (FC Fulham). Der als «Fehlkauf» abgestempelte Carlos Alberto, im vorigen Sommer für 7,8 Millionen Euro von Sao Paulo an die Weser gekommen, wurde zunächst nach Brasilien ausgeliehen.


Die Berliner Hertha gab den größten Batzen (4,5) für den Wunschstürmer von Trainer Lucien Favre, den 22 Jahre alten Brasilianer Raffael (FC Zürich) aus. Manager Dieter Hoeneß holte zudem Gojko Kacar (3,0) und zwei weitere Profis. Eine ungewöhnliche Transfer-Offensive startete auch die Frankfurter Eintracht, die allein für Martin Fenin (FK Teplice) und den Brasilianer Caio (Palmeiras Sao Paolo) 7,3 Millionen Euro ausgab, allerdings flossen durch Verkäufe auch 4,25 Millionen Euro zurück in die Kasse.


Um das Saisonziel - mindestens Platz drei - noch zu erreichen, verstärkte sich Schalke mit gleich drei Profis. Der Brasilianer Zé Roberto, der uruguayische Stürmer Vicente Sanchez und der Ex- Frankfurter Albert Streit sollen den etablierten Kräften Druck machen. «Ich bin sicher, dass die Neuen unsere Qualität in der Offensive erhöhen», sagte Manager Andreas Müller. Ein großer Teil der Investitionen von rund 6,5 Millionen Euro sollte durch den Last- Minute-Verkauf von Özil wieder hereingeholt werden.


Die größte Fluktuation gab es beim VfL Wolfsburg, wo «Trainer-Manager» Felix Magath seinen Kader weiter kräftig runderneuert. Sechs neue Spieler kamen, fünf verließen den Club. Ähnlich turbulent ging es bei den abstiegsbedrohten Vereinen Energie Cottbus (6 Zugänge/4 Abgänge) und MSV Duisburg (5/3) zu. Die brasilianischen Ladenhüter Ailton und Roque Junior konnten hingegen noch nicht untergebracht werden. Zufrieden mit seinem Kader ist offenbar Michael Skibbe. Bayer Leverkusen ist neben Arminia Bielefeld der einzige Club ohne «neues Gesicht». Pokalsieger 1. FC Nürnberg ergänzte seinen Kader mit dem früheren BVB-Profi Jan Koller, der für rund eine Million Euro vom AS Monaco in die Liga zurückkehrte. Und Meister VfB Stuttgart sortierte fünf Spieler aus, die kaum eine Chance auf einen Stammplatz haben.



quelle:weltfootball.de
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