
Arsenal holt sich blutige Nase
Das wohl drastischste Zeichen, dass etwas auf dem Platz nicht stimmt, ist, wenn sich Teamkollegen gegenseitig an den Kragen gehen.
In England hat das bereits Tradition - 1995 prügelten sich die Blackburner Graeme Le Saux und David Batty während eines Europapokal-Matches gegen Spartak Moskau windelweich, zehn Jahre später gingen sich die Newcastle-Profis Kieron Dyer und Lee Bowyer während eines Ligaspiels gegen Aston Villa massiv an die Wäsche.
Und seit Dienstagabend sind der guten (oder bösen!) Dinge drei: Gerade als die Fans des FC Arsenal dachten, es könne nicht mehr schlimmer kommen, mussten sie mit ansehen, wie Emmanuel Adebayor und Nicklas Bendtner erst Nettigkeiten austauschten, und der Togolese dem Dänen dann mit einer Kopfnuss eine blutige Nase verpasste.
Zuvor hatte Arsenal das Rückspiel des Ligapokal-Halbfinals beim Erzrivalen Tottenham Hotspur bereits mit 1:5 abgeschenkt und damit zum ersten Mal seit 22 Spielen mal wieder ein Nordlondoner Derby verloren.