Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern
Jetzt nicht nachlassen
Nach dem gesicherten Klassenerhalt hatten die Spieler des FC St. Pauli nur wenig Zeit zum Feiern. Denn bereits am Dienstag (17:30 Uhr) geht es in einer weiteren „englischen Woche“ gegen den 1. FC Kaiserslautern. Und dass die Braun-Weißen die Saison nun nicht ganz gemütlich ausklingen lassen wollen, sondern weiter 100% geben, machten Trainer und Spieler schon direkt nach dem Sieg gegen Aue deutlich.
Für den 1. FC Kaiserslautern bedeutet das Spiel gegen St. Pauli eine der letzten Chancen, doch noch den Abstiegsplatz zu verlassen. Im Moment beträgt der Abstand zum rettenden Ufer zwei Punkte. Und er könnte sogar noch kleiner sein, wenn die roten Teufel am Wochenende nicht sehr unglücklich gegen Mainz 05, durch ein Tor in der 90. Minute, verloren hätten. Aber eine solche Niederlage ist typisch für eine Saison, in der es dem Pfälzer Traditionsclub nie gelang, das vorhandene Potential auszuschöpfen. Zu der sportlichen Misere, inklusive der Entlassung von Trainer Kjetil Rekdal, kamen auch noch diverse externe Unruheherde hinzu. So gab es beispielsweise ein Intermezzo mit Ex Lautern Spieler Klaus Toppmöller als Sportchef, außerdem geriet der Verein in eine finanzielle Schieflage und benötigte Hilfe von der Stadt. Nun versuchen der neue Trainer Milan Šašic und der neue Vorstand und ehemalige Spieler Stefan Kuntz, die Wogen zu glätten und doch noch den Sprung an das rettende Ufer zu schaffen.
Der FC St. Pauli hingegen steht am Ende einer tollen Saison vor der Aufgabe, den erreichten einstelligen Tabellenplatz zu verteidigen. Außerdem wird den Spielern von Teamchef Holger Stanislawski die Erinnerung an das Hinspiel als Motivation dienen. Am 15. Spieltag reichte damals eine 2:0 Führung nicht zum Sieg und der FC St. Pauli unterlag am Ende eines kuriosen Spieles mit 3:4.
Nicht mit von der Partie werden am Betzenberg, neben den Langzeitverletzten Florian Lechner und Thomas Meggle, auch Ralph Gunesch, der sich noch mit den Folgen seiner Wadenverletzung herumschlägt, und Marcel Eger, der unter einer Grippe leidet, sein.
Holger Stanislawski sieht die gesunden Kicker in der Pflicht: „Wir wollen uns nicht später den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung gefallen lassen müssen.“, stellte der Teamchef klar und wies außerdem darauf hin, „dass es für andere noch um Auf- und Abstieg geht und deswegen ist es unsere Pflicht, noch drei Spiele lang Vollgas zu geben.“
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